Wissenswertes über Äpfel

Herkunft: Wildäpfel, Holzäpfel und Zwergäpfel sind schon seit ca. 5000 Jahren v. Chr. bekannt. Davon ausgelesene Bäume sind bereits vor ca. 2800 Jahren bei den Griechen erwähnt. Sicher hat man immer wieder nur die Bäume gepflanzt, deren Früchte wohlschmeckend waren.

 

 

 

Man erkannte sehr früh, daß aus Apfelkernen (Samen) vielfältige Apfelsorten ohne Ähnlichkeitsmerkmale entstehen. Die Mendel'sche Vererbungslehre (18. Jahrhundert) half dann mit, aus dieser Vielfalt von Samenäpfeln die wertvollsten auszulesen und diese mit einem Namen zu versehen.
Weil diese Sortenechtheit aus Samen nicht gewährleistet ist, entstand die vegetative Vermehrung. Diese Vermehrungsart wurde bis heute immer weiter perfektioniert.
Anzucht: Die Anzucht der nun vorhandenen Apfelsorten geschieht in der Regel in Obstbaumschulen. Mit großem Fachwissen und -können veredeln Sie diese Sorten, die gebietsmäßig einen Liebhaber- oder Marktwert haben.
Wir, die Baumschule Boysen, vermehren nun seit 149 Jahren Apfelbäume. Wir achten stehts auf Qualität. Alle unsere Sorten sind entweder "virusgetestet" oder "virusfrei". Durch das Interesse von Johannes Boysen, werden auch wieder alte Bauernsorten, die durch Geschmack und Aroma überzeugen, in unserer Baumschule vermehrt.
Standortansprüche: Der Apfelbaum als Flachwurzler ist sehr anpassungsfähig. Der gute Fruchtertrag ist aber nur zu erwarten, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind: 1. Tiefgründiger, durchlässiger, humoser Gartenboden; 2. Keine Spätfrostlagen; 3. Keine stauende Nässe, jedoch eine normale, regelmäßige Wasserversorgung; 4. Warmes Klima mit gutem Lichtfaktor; 5. Entsprechende Luftfeuchtigkeit und Windeinflüsse.
Befruchtungsverhältnisse: Apfelsorten sind selbstunfruchtbar. Aus diesem Grund müssen also mindestens zwei Sorten für einen Befruchtungserfolg in einer Pflanzung vorhanden sein. Die Apfelblüte muß also einen sortenfremden Pollenspender in der Nähe haben. Fragen sie auch ruhig Ihren Nachbarn mal, ob er nicht auch einen Apfelbaum hat, oder ob er auch einen in seinem Garten stehen haben möchte. Je mehr Sorten in der Umgebung stehen, um so größer ist auch der Fruchtertrag. In unserer Sortimentsliste sind die Befruchtersorten jeweils aufgeführt, wo man sehen kann, welche Sorten unbedingt in der nächsten Nähe stehen sollten.
Kernobstbaumschnitt: a) Pflanzschnitt: Beseitigt werden kranke und verletzte Wurzeltriebe. Der Wurzelschnitt besteht eigentlich nur im Einkürzen alter Wurzeln um ¼ mit einer glatten Schnittstelle schräg nach unten. Diesen Pflanzschnitt führen wir schon beim Kauf der Pflanze für Sie aus.
b) Aufbauschnitt: Termin November - Dezember oder Januar - März. Man kann auch von einem sogenannten Kronenschnitt reden. Er ist in der Regel im 3. - 4. Pflanzjahr abgeschlossen. Schwerpunkt dabei ist, den Mitteltrieb und die Seitenäste aufzubauen und damit die Bildung der Fruchtzweige (Fruchtholz) einzuleiten. Es bilden sich dann die Fruchtknospen.
c) Sommerschnitt: Dieser kann besonders bei Zwergobstbäumen (Spindelbüschen) biologisch wertvoll sein. Termin ist August - September. Nicht vor Ende Juli soll man Triebspitzen der Leittriebe einkürzen, Kronen auslichten, Fruchttriebe herunterbinden und dadurch die Saftstauung fördern. Der Sommerschnitt ist auch eine Wachstumsbremse.
d) Formschnitt - Spaliere - Fruchthecken: Termin November - Dezember oder Januar - März und August - September. Hier muß man sich besonderes Fachwissen aneignen. Fragen Sie uns. Wir halten auch im Sommer hin und wieder Seminare über Obstbaumschnitt ab. Je mehr Nachfrage darüber besteht, um so eher werden wir wieder ein Obstbaumschnitt-Seminar führen.
e) Auslichtungsschnitt: Termin November - Dezember oder Januar - März. Kronen müssen offen gehalten werden. Die Abstände der Leitäste sollen in der Etage mindestens 60 - 80 cm betragen. Wasserschosse am Astring sind laufend zu entfernen. Besser aber ist es, wenn man Wasserschosse ausreißt, da dadurch das Wachstum von neuen Wasserschossen stark eingeschränkt wird.
f) Verjüngungsschnitt: Termin November - Dezember oder Januar - Februar. Kann besonders bei nicht gepflegten Hoch- und Halbstämmen nötig werden. Dabei werden auch alte Äste entfernt und eingekürzt. Die Schnittwunden müssen verstrichen werden. Wegen des physiologioschen Gleichgewichts ist die Verjüngung etappenweise zu tätigen (2 - 3 Jahre).
Ernährungsdüngung: Der Nährstoffgehalt im Boden ist nicht immer vorhanden, wie er für das Wachstum und die Fruchtbarkeit erforderlich ist. Eine Bodenprobe, die in einem Institut für Bodenuntersuchung Auskunft über die Hauptnährelemente gibt, ist alle 3 - 5 Jahre empfehlenswert, aber bei ortnungsgemäßer Düngung nicht notwendig. Diese Analyse gibt Auskunft über den pH-Wert und den Säuregehalt des Bodens und über die Hauptnährelemente Kalk, Kali, Phosphor, Magnesium.
Bodenproben können Sie auch bei uns abgeben. Den pH-Wert können wir jederzeit für Sie feststellen. Die Hauptbodenuntersuchung können wir für Sie einleiten. Der beste Termin dafür ist allerdings im Frühjahr, da dann die Pflanzen wieder austreiben und die Nährstoffe brauchen.

 

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