Unser
Rosenfeld steht in jedem Sommer zu Ihrer Besichtigung bereit
1. Der Kauf. Rosenstöcke besellt man am besten im Spätsommer
in unserer Baumschule, so daß wir sie im Herbst oder im Vorfrühling
kahl eingewurzelt für Sie bereitstehen haben. Das ist besser,
als im Sommer Rosen zu kaufen, die im Container wachsen. Pflanzen
legen im Winter eine Ruhepause ein, und die Eingewöhnung fällt
ihnen leichter, wenn sie nicht in ihrer Wachstumsphase gestört
werden.
Wieviel Stöcke Sie für eine bestimmte Fläche brauchen,
hängt von der Sorte ab. Die kleineren Floribunda-Rosen sollten
im Abstand von 30cm gepflanzt werden, größere oder kräftigere
Stöcke im Abstand von 50cm, und Strauchrosen entweder so, daß
die Zweige einander nicht stören, oder so dicht, daß
sie einen großen Strauch bilden können.
Besuch bei unserer Rosenblüte
2. Vorbereiten des Bodens. Die meisten Rosen gedeihen in einem eher
neutralen Boden am besten. Wichtig ist eine gute Entwässerung
und, wenn möglich, volle Sonneneinstrahlung. Heben Sie die
Erde für das Pflanzloch aus. Mischen Sie die fruchtbare obere
Erdschicht (circa 20cm) Kompost und Knochenmehl und, wenn der Boden
lehmig ist, mit etwas grobem Sand; wenn er sauer ist, mit Kalk.
Den pH-Wert können Sie vorher noch bei uns bestimmen lassen.
Setzen Sie die Stöcke nur ein, wenn der Boden trocken und krümelig
ist - was bei einem lehmigen Boden während einer verregneten
Saison nicht ganz einfach sein dürfte.
3. Das Pflanzen der Stöcke. Wenn die Stöcke kahl eingewurzelt
aus unserer Rosenschule eintreffen, pflanzen Sie sie ein, sobald
die Umstände es erlauben. Wenn sie nicht sofort eingesetzt
werden können, müssen sie kühl, aber frostfrei gelagert
werden. Achten Sie darauf das die Wurzeln nicht austrockenen. Lassen
Sie vor dem Pflanzen die Wurzeln in einem Eimer Wasser genügend
Wasser ziehen, und schneiden Sie sie auf 20 bis 25 cm zurück.
Entfernen Sie alle abgebrochenen
oder irgendwie beschädigten Wurzeln. Belassen Sie Sträucher
bei einer Größe von 45 cm, wenn sie im Herbst oder Winter
eingesetzt werden; schneiden Sie sie jedoch zurück, wenn sie
im Frühjahr in die Erde kommen. Das ideale Pflanzloch ist rund,
von größerem Umfang als das ausgebreitete Wurzelwerk
und circa 30 cm tief. Legen Sie in der Mitte eine niedrige, kegelförmige
Erhebung an, über die Sie die Wurzeln verteilen, bevor das
Loch aufgefüllt wird. So bekommen sie einen festen Halt und
können nach allen Richtungen auseinanderstreben.
Treten Sie, bevor Sie wässern, den Boden fest; trockene und
sandige Böden müssen stärker festgetreten werden
als feuchte oder lehmige.
4.
Düngung. Natürlicher Dünger sollte auf dem Boden
verteilt und nicht eingearbeitet werden, so daß er langsam
einsickern kann. Pflanzen- und Holzasche sind für Rosen ideal,
denn sie enthalten Pottasche, die den besten Nährstoff für
ein gesundes Wachstum und prächtige Blüten liefert. Eine
gute Alternative zur Düngung ist eine Decke aus Rindenmulch,
dem ein granuliertes Düngemittel, zum Beispiel Hornspäne,
zugefügt wird. Sie tun gut daran, auch nach der ersten Blüte
zu düngen. So können Sie eine schöne zweite Blüte
erreichen. Eine Kalimagnesia Düngung im September (25 g/m²)
fördert die Frosthärte.
5. Container-Pflanzen. Rosen aus Container können zu jeder
Jahreszeit gepflanzt werden, vorausgesetzt, der Boden ist nicht
zu naß. Kaufen Sie möglichst Sträucher, die in Kompost
und nicht in Torf gezogen wurden. Wir, die Rosenschule Johannes
Boysen, benutzten seit nun mehr als 5 Jahren in unserem Containerquartier
eigenen Kompost. Im Sommer sollten Sie darauf achten, daß
die Pflanze im Container ausreichend gewässert wird. Setzen
Sie sie dann so behutsam wie möglich in das Pflanzloch ein
und füllen sie es, nachdem der Container entfernt wurde, mit
Erde auf. Gut gießen.
6. Der Schnitt. Rosen zu schneiden ist einfach. Sie müssen
nur wissen, wo der Strauch voraussichtlich Blüten treiben wird.
Bevor der eigentliche Schnitt beginnt, sollten das ganze tote Holz
und alle langen und dünnen Zweige abgeschnitten werden. Die
meisten modernen Rosen, beispielsweise Teehybriden und Floribunda-Rosen,
blühen am schönsten an den Enden neuer Triebe, die nahe
der Basis entspringen. Diese Rosen können Sie bis auf die Hälfte
ihrer unbeschnittenen Höhe zurückschneiden. Die guten
Augen des letztjährigen Holzes sollten Sie dann aber stehenlassen,
damit diese austreiben und blühen können.
Außer in Gegenden mit sehr mildem Klima sollte der Hauptschnitt
immer im Frühjahr vorgenommen werden. Je stärker zurückgeschnitten
wird, desto weniger, dafür aber um so größere Blüten
sind zu erwarten. Schwächere Pflanzen sollten mehr zurückgeschnitten
werden als stärkere. Schneiden Sie nach der Blüte die
verblühten Knospen ab. Die vollausgebildetetn Blätter
sollten stehenbleiben; damit begünstigen Sie die Bildung neuer,
blühender Triebe. Bei kletternden Teehybriden müssen die
langen kräftigen Triebe festgebunden werden. Dünnere Seitentriebe
schneiden Sie bis auf ein gutes Auge zurück.
Die meisten Strauchrosen blühen an den kurzen Trieben der Zweige,
die im vorhergehenden Sommer ausgebildet wurden. Beim Rückschnitt
im Frühjahr werden Triebe, die im Vorjahr geblüht haben,
allesamt entfernt, und nur diese sieben Monate alten Triebe bleiben
stehen. Kürzen Sie diese Triebe nicht, ziehen Sie sie am Spalier
hoch und binden Sie sie an, wenn es sich bei Ihren Pflanzen um Rambler
handelt; bei Remontantrosen oder sehr kräftigen Damaszener-Rosen
sollten Sie sie sorgfältig zurückbiegen und anbinden.
Dann bilden sie über die ganze Länge verteilt Blüten
aus und nicht bloß an der Spitze. Ist eine zweite Blüte
zu erwarten, können Sie auch bei diesen Rosen die verblühten
Knospen abschneiden, einen leichten Rückschnitt vornehmen und
düngen, um die zweite Blüte zu fördern. Einfache
Rosenarten und einfache Hybriden - zu diesen zählen die Gallica-,
Alba-, Rosen und Zentifolien - brauchen nur wenig zurückgeschnitten
zu werden. Es genügt, alles tote, sehr alte oder schwache Holz
zu entfernen und da und dort etwas zu stutzen. Diese Rosen blühen
Jahr für Jahr, ohne daß geschnitten werden muß.
Öfter als an mangelnder Pflege gehen sie daran zugrunde, daß
ein übereifriger Rosenschneider ihre keimenden Blüten
kappt. Sehr alte Zweige sollten vollständig entfernt werden,
damit starke neue Triebe an der Basis entspringen und genügend
Platz finden können.
Bernstein-Rose
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